Toponimiczne bazy polskie i obce (na przykładzie Kieleckiego i Radomskiego)

Authors

  • Danuta Kopertowska

DOI:

https://doi.org/10.18778/0208-6077.27.18

Abstract

Der Aufsatz betrifft polnische und fremde toponymische Basen in lokalen Namen zweier angrenzender Regionen von Kielce und Radom. Zur Diskussion steht hier vor allem das zahlenmäßige Verhältnis der beiden Arten von Basen zueinander, indem das Belegmaterial aus dem Bereich der topographischen und Kulturnamen gewonnen wird.

Topographische Namen basieren auf heimischem Wortschatz. Ausnahme bilden 5 Namen (von insgesamt über tausend), die auf 2 deutsche Entlehnungen (Lache, Farbe) und eine lateinische (Mains) zurückgehen.

Innerhalb der Kulturnamen hängt das Vorhandensein heimischer bzw. fremder Basen jeweils vom thematischen Bereich des Namens ab. Und so basieren die mit Holzeinschlag zusammenhängenden Kulturnamen ausschließlich auf heimischen Elementen. Unter den die Zuchtwirtschaft betreffenden Namen sind lediglich zwei von insgesamt 41 fremder Herkunft: Bażant/Bażantarnia (zu polonisierten appellativa bażant/bażantarnia, die aus dem Griechischen phasianós über tschech. bažant, dt. Fasan/Fasanerie entlehnt wurden) und Holendry/Olendry (worüber bereits u.a. K. Handke, M. Kamińska, K. Rymut geschrieben haben). Mehr, und zwar 12 von insgesamt 73 Kulturnamen aus dem Bereich der Siedlungsformen und – methoden lassen fremde Basen (3 deutsche und je eine lateinische, türkische und französische) erkennen. Viele fremde Basen findet man in Kulturnamen, die mit dem Abbau der Naturschätze Zusammenhängen: 22 Namen von insgesamt 81. Spezifisch für diese Gruppe ist das folgende Oppositionsverhältnis: Neben Namen mit heimischer Basis findet man solche mit fremder Basis – vgl. Gwoździarnia (zu slaw. g(w)ozd) und Drutarnia (zu dt. Draht) oder zahlreiche Kuźnie, Kuźnice, Kuiniczki vs. Huty, Hutki. Huciska. Jedoch der größte Prozentsatz von Ortsnamen mit fremder Basis läßt sich im Bereich der Sozial kultur nachweisen. Dies resultiert daraus, daß sie meist auf juristische Termini zurückgehen, und diese vornehmlich lateinischer Provenienz sind. Man vergleiche: Bizorenda, Fundusz, Konces/Konses, Mizeratka, Seperacja, Sperenda (zu jeweils lat. arendo, fundus, concessio, miseria, separatio, sperandum). Wohlgemerkt – man findet hier auch griechische, deutsche und russische Termini.

Zum Schluß wurde festgestellt, daß selbst die Namen, die fremde Basen enthalten, ebenfalls als heimische polnische Namen anzusehen sind.

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Published

1993-01-01

How to Cite

Kopertowska, D. (1993). Toponimiczne bazy polskie i obce (na przykładzie Kieleckiego i Radomskiego). Acta Universitatis Lodziensis. Folia Linguistica, 27, 139–148. https://doi.org/10.18778/0208-6077.27.18

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