Acta Universitatis Lodziensis. Folia Philosophica. Ethica-Aesthetica-Practica https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica <div style="text-align: justify;"> <p><em>Acta Universitatis Lodziensis. Folia Philosophica. Ethica-Aesthetica-Practica</em> to pismo naukowe poświęcone zagadnieniom filozofii praktycznej, filozofii kultury i szeroko pojętej aksjologii. Służyć ma ono pogłębionej filozoficznej refleksji nad problemami współczesnego życia społecznego i kształtem przestrzeni publicznej. Publikowane teksty dotyczą badań nad etycznymi, estetycznymi, a także prawnymi i politycznymi aspektami współczesnych praktyk społecznych i kulturowych, jak również prace zajmujące się zagadnieniami filozofii praktycznej i estetyki z perspektywy historycznej, jak też stricte filozoficzno-teoretycznej. Poszczególne numery mają w założeniu profil tematyczny i poświęcone są zagadnieniom ze specyficznych obszarów, jak przede wszystkim etyka i estetyka, ale także bioetyka, filozofia prawa, czy politologia.</p> </div> Wydawnictwo Uniwersytetu Łódzkiego pl-PL Acta Universitatis Lodziensis. Folia Philosophica. Ethica-Aesthetica-Practica 0208-6107 Introduction https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica/article/view/9920 Andrzej M. Kaniowski Florian Steger Copyright (c) 2021 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0 2020-12-30 2020-12-30 37 7 12 10.18778/0208-6107.37.01 Staat, Recht, Zwang https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica/article/view/8097 <p>Zwangsarbeit ist eine Rechtsbeugung, eine Tätigkeit, zu der man gezwungen wird, zu der man also nicht frei verpflichtet wird, und zu der kein Rechtsgrund vorliegt. Freilich können Gesetze erlassen werden, welche die Zwangsarbeit regeln. Aber solche Gesetze erweisen sich, reflektiert man über sie, als Unrecht. Daher skizziere ich zunächst den Gegenstand des Beitrags, die Zwangsarbeit von Ausländern unter dem Nationalsozialismus. Sodann erörtere ich das Prinzip der Zwangsarbeit, die „Entrechtung“, daran anschließend deren Realisierung. Zum Schluss gehe ich auf das Verhältnis von Recht und Moral ein, womit der Beitrag insgesamt vier Abschnitte hat.</p> Wilhelm G. Jacobs Copyright (c) 2021 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0 2020-12-30 2020-12-30 37 13 18 10.18778/0208-6107.37.02 Experiences of Polish Forced Laborers from Łódź Employed for Telefunken in Ulm in Years 1944–1945 with Consideration of Medical Care https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica/article/view/8098 <p>In years 1944–1945, more than 1.400 girls and young women from the Polish city of Łódź were displaced to Ulm in Germany and forced to work there. During their stay, the girls had to endure severe living conditions, and were exposed to diseases. Through deprivation and exploitation, forced laborers for Telefunken were condemned to daily suffering. Such a system of exploitation was symptomatic for the late phase of the war, during which efforts towards increasing war production came at the cost of sacrificing the health of foreign workers. The goal of this paper is a historical reappraisal of their experiences, with special attention paid to the medical care that they received. We present the extent of the medical treatment provided for the laborers, the aim of which was only the restoration of their further ability to work.</p> Florian Steger Marcin Orzechowski Copyright (c) 2021 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0 2020-12-30 2020-12-30 37 19 33 10.18778/0208-6107.37.03 Between the Projection of Danger, Objectification, and Exploitation. Medical Examination of Polish Civilian Forced Laborers before their Deportation into the German Reich https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica/article/view/8439 <p>Before crossing the German border, Polish civilian forced laborers who had been recruited for work in Nazi Germany had to undergo medical examination and delousing. The German authorities wanted to ensure that they deported only able-bodied persons to Germany who had been examined for being free from infectious diseases and vermin. In this paper, I explore to what extent the medical examinations may be regarded as strategies for the objectification and dehumanization of the forced laborers. Focus is put on the question of how the Nazi authorities defined “work ability” because the medical assessment was decisive for the choice and selection of foreign manpower. As it turns out, the definition of work ability was essentially determined by factors such as the need for manpower, force, and oppression. Thus, I put the medical assessment of the forced laborers’ work ability into the context of Nazi ideology and economic policy.</p> <p class="western"><span lang="en-US"> </span></p> <p class="western" lang="en-US"> </p> Eva Hallama Copyright (c) 2021 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0 2020-12-30 2020-12-30 37 35 50 10.18778/0208-6107.37.04 Polen als Patienten während der Ns-Zwangsarbeit https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica/article/view/8100 <p>In dem Artikel wird sich mit Patienten-Arzt-Verhältnis in Bezug auf polnische Zwangsarbeiter im Deutschen Reich befasst. Die Analyse der Dokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zeigte, dass dieses Verhältnis hauptsächlich von ideologischen und ökonomischen Faktoren geprägt war. Zudem waren daran mehrere Akteure beteiligt, die über unterschiedlich große Handlungsspielräume verfügten: Neben dem deutschen Arzt nahmen auch Arbeitgeber und Krankenkassen Einfluss auf den Umfang der medizinischen Versorgung polnischer Zwangsarbeiter. Anstatt sich an Prinzipien der ärztlichen Ethik zu orientieren, verfolgten diese eine rein ökonomisch motivierte Strategie. In deren Mittelpunkt stand nicht die Genesung der Patienten, sondern die Wiederherstellung der Arbeitskraft bei minimalem Aufwand. In den allermeisten Fällen geschah dies über den Kopf der Betroffenen hinweg.</p> Katarzyna Woniak Copyright (c) 2021 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0 2020-12-30 2020-12-30 37 51 66 10.18778/0208-6107.37.05 Medizinische Versorgung polnischer Zwangsarbeiter in der Region Bielefeld https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica/article/view/8099 <p>Polnische und sowjetische Zwangsarbeiter, die in der nationalsozialistischen Ideologie als „Untermenschen“ galten, waren die am stärksten diskriminierten Nationalitäten unter den ausländischen Beschäftigten in der Kriegswirtschaft des „Dritten Reiches“. Ihre gesamten Lebens- und Arbeitsbedingungen waren der Rassenideologie untergeordnet. Diese Ideologie vertrug sich in hervorragender Weise mit der systematischen Ausbeutung ihrer Arbeitskraft. Das Ergebnis des Zwangsarbeitersystems war ein völlig repressives, sogar unmenschliches System mit miserablen Lebensbedingungen und minderwertiger medizinischer Versorgung. Sowohl die Lebensbedingungen als auch die medizinische Behandlung zeigen wie in einem Brennglas die Hauptziele des NS-Staates und seinen rassistischen und entmenschlichten Charakter.</p> <p>Die im Nordosten Westfalens gelegene Stadt und der Landkreis Bielefeld sind aufgrund ihres gemischt industriellen und landwirtschaftlichen Charakters ein repräsentatives Beispiel für das brutale und repressive System der Zwangsarbeitsindustrie und spiegelt so das gesamte Spektrum der mit der Zwangsarbeit verbundenen Probleme wider. Die Analyse der medizinischen Versorgung im Raum Bielefeld ermöglicht die Unterscheidung zweier Gruppen polnischer Zwangsarbeiter. Die erste Gruppe besteht aus Personen, die in der Industrie beschäftigt sind, während die andere Gruppe eine gemischte Kategorie ist, die Arbeitnehmer aus den Bereichen Landwirtschaft, Dienstleistungssektor und Haushaltshilfe in Privathaushalten umfasst. In der ersten Gruppe war der Status der Arbeitnehmer in der Regel standardisiert. Die meisten von ihnen wurden in den Lagern untergebracht und einer brutalen und systematischen Ausbeutung unterzogen, die darauf ausgerichtet war, die Produktionseffekte zu maximieren und gleichzeitig Personen infolge widriger Arbeits- und Unterbringungsbedingungen und minimaler medizinischer Versorgung zu vernichten. Diese unmenschliche Behandlung war ein Derivat der rassistischen Ideologie. Status, Beschäftigungsbedingungen und medizinische Versorgung in der zweiten Gruppe waren viel uneinheitlicher und stärker von ganz unterschiedlichen Bedingungen abhängig. Wir haben es hier mit einer breiten Palette von Problemen zu tun, oft verbunden mit extrem unterschiedlichen Erfahrungen von Zwangsarbeitern mit dem medizinischen Personal und unterschiedlichen Einstellungen der Arbeitgeber zu den Zwangsarbeitern. Begrenzt wird die Aussagekraft unserer Darstellung durch die oft beschränkte Quellenlage. Insbesondere betrifft das den begrenzten Fundus an schriftlich festgehaltenen Erinnerungen der Zwangsarbeiter. Heute ist es praktisch unmöglich, das Quellenreservoir zu erweitern, da die Zeugen dieser Ereignisse nicht mehr zur Verfügung stehen.</p> Wojciech Kwieciński Copyright (c) 2021 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0 2020-12-30 2020-12-30 37 67 86 10.18778/0208-6107.37.06 „Ostarbeiterinvasion“ und „phantastische Mortalität.“ Die Tötung kranker ausländischer Zwangsarbeiter in der Heil- und Pflegeanstalt Pfafferode 1944–1945 https://czasopisma.uni.lodz.pl/philosophica/article/view/8096 <p>Was tun mit arbeitsunfähigen Zwangsarbeitern? Die Lösungen, die dafür gefunden wurden, reichten von der Betreuung durch Werks-, Lager- oder niedergelassene Ärzte über Krankenstuben, spezielle Ausländerkrankenhäuser bis hin zur Abschiebung „in ihre Heimat“, wobei ungewiss war, ob sie jemals zu Hause ankamen. Im Verlauf des Krieges radikalisierte sich der Umgang mit ihnen. Spätestens 1944 sollten „geisteskranke Ostarbeiter und Polen“ in Heil- und Pflegeanstalten eingeliefert werden, wo über ihr weiteres Schicksal entschieden werden sollte. Dies wurde teilweise als Freibrief für Morde auch an tuberkulösen Ausländern genutzt.</p> <p>Die Anstalt Pfafferode im heutigen Thüringen war ab September 1944 „Sammelstelle“ für die Länder Thüringen-Land und Provinz Sachsen, Anhalt. An ihrem Beispiel wird dargestellt, wie auch osteuropäische Zwangsarbeiter Opfer der dortigen Krankenmorde wurden. Detaillierte Aussagen des Personals belegen den Umgang mit Patienten auf den von Direktor Theodor Steinmeyer persönlich betreuten Stationen 17 und 18, auf denen auffallend viele Patienten ums Leben kamen.</p> Bernhard Bremberger Copyright (c) 2021 https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0 2020-12-30 2020-12-30 37 87 106 10.18778/0208-6107.37.07