https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/issue/feed Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen 2021-02-02T18:40:32+01:00 Gudrun Heidemann gudrun.heidemann@uni.lodz.pl Open Journal Systems <p><em>Convivium</em><em>. Germanistisches Jahrbuch Polen</em> wurde 1993 gegründet und vom DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst – bis 2018 herausgegeben. Nach den Transformationen im ehemaligen Mittelosteuropa wurden mehrere ähnliche Zeitschriften gegründet, um die neueste germanistische Forschung zu präsentieren. Das Jahrbuch ist interdisziplinär angelegt: Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften. Bei den Autor*innen handelt es sich um polnische und deutsche Wissenschaftler*innen sowie um Vertreter*innen der deutschen Philologie aus anderen Ländern. Die Sprache des Jahrbuchs ist Deutsch. <em>Convivium</em> wurde in Polen nach seiner Gründung schnell zu einem geschätzten Diskussionsforum in germanistischen Kreisen, da eine solche Zeitschrift bislang gefehlt hatte, die über die örtlichen Universitäten hinausging und eine Austauschplattform zwischen polnischer und deutscher Wissenschaft bot. Eine große Rolle spielte dabei die Finanzierung durch den DAAD, die u.a. jährliche Treffen der Herausgeber*innen, des Wissenschaftlichen Beirats und des Redaktionsteams für Sprache und Gestaltung (diese Rolle wurde und wird von aktiven und ehemaligen DAAD-Lektor*innen übernommen) ermöglichte.</p> https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9223 Informationen und Berichte 2021-02-02T18:10:07+01:00 Torsten Voß Torsten.T.Voss@gmx.de 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9225 Rezensionen 2021-02-02T18:40:32+01:00 Heiko Ullrich redaktion@convivium.edu.pl Jakub Gortat redaktion@convivium.edu.pl Beate Sommerfeld redaktion@convivium.edu.pl 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9211 Angst als Textspur und Bildspur in Graphic Novels zum historischen Geschehen des 20. Jahrhunderts 2021-02-02T07:42:38+01:00 Brigitte Schultze schultze@uni-mainz.de <p>Neben vielen anderen Charakterisierungen, etwa ‚Jahrhundert der Diktatoren‘, ist für das 20. Jahrhundert wahrscheinlich auch die Formulierung ‚Jahrhundert der Angst‘ gerechtfertigt. Dieser Beitrag ist ein erster Versuch, die Darstellung von <em>Angst</em> in verbal-piktoralen Narrativen zu erschließen. Text- und Bildspuren zu <em>Angst</em> – politisch genutzte Techniken der Angsterzeugung einerseits und bis zu dauerhafter Traumatisierung gehende Angsterfahrung andererseits – sind in vielen Graphic Novels zur Geschichte des 20. Jahrhunderts ein wesentliches Deutungsangebot. Obwohl ästhetisch und intellektuell anspruchsvoll, somit ein Angebot zur Aufarbeitung von Geschichte, ist diese Fokussierung von <em>Angst</em> der Forschung bislang entgangen. Diese Untersuchung betrifft erlebte und erlittene Geschichte vom Ersten Weltkrieg bis zur Wendezeit um 1989. In einer Auswahl von fünf Graphic Novels deutscher, französischer, polnischer und tschechischer Experten des Genres, bieten gerade die Bildspuren atmosphäri­sche Dichte, Genauigkeit und zugleich Offenheit für weitere Interpretation.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9212 Die drei Bäume von ANNA SEGHERS (Variationen über Furcht) 2021-02-02T08:38:50+01:00 Elke Mehnert elke.mehnert@t-online.de <p>Als ANNA SEGHERS 1940 mit ihrer Familie versuchte, aus dem von der deutschen Wehrmacht besetzten Teil Frankreichs zu fliehen, schrieb sie <em>Die drei Bäume, </em>drei kurze Texte, die sich mit Angstgefühlen auseinandersetzen – es sind die Angst vor Verfolgung, vor Führungslosigkeit und vor Entfremdung. In der SEGHERS-Forschung haben diese kurzen Geschichten kaum Beachtung gefunden – sehr zu Unrecht, wie die Verfasserin anhand ihrer jahrzehntelangen Erfahrungen im Umgang mit den kurzen Geschichten darstellt.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9213 Die Geschichte und ihre Schatten. Neuere Generationserzählungen reflektieren eine vielschichtige Vergangenheit 2021-02-02T08:59:10+01:00 Anna-Katharina Gisbertz akgisbertz@gmail.com <p>Generationserzählungen haben sich in der deutschen Sprache als eine erfolgversprechende, aber auch sehr wandelbare Gattung erwiesen. Der einleitende Beitrag fokussiert auf die Fähigkeit des Narrativs, die deutsche und europäische Geschichte mitzugestalten und auch umzuschreiben. Dabei greifen jüngere Werke Vergessenes und fehlendes Wissen auf und verarbeiten weite Zeiträume imaginativ. Durch ihre vielschichtigen Zugriffe auf die Zeit reflektiert die einschlägige Literatur nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch grundsätzlicher über den ästhetischen Umgang mit der Zeit und ihre sprachlichen Darstellungsmöglichkeiten.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9214 Fehlzeiten des 20. Jahrhunderts. Narrative Substitute bei HERTA MÜLLER und BIRGIT WEYHE 2021-02-02T09:38:41+01:00 Gudrun Heidemann gudrun.heidemann@uni.lodz.pl <p>Mit zunehmendem Abstand zum 20. Jahrhundert geraten gerade Zeitlücken in den erzählerischen Fokus und werden als solche thematisiert. Exemplarisch wird an HERTA MÜLLERS Roman <em>Atemschaukel </em>und dessen Entstehung gezeigt, wie Leerstellen im Familiengedächtnis später durch Notizen von und Gespräche mit Oskar Pastior, der wie MÜLLERS Mutter sowjetischer Lagerhäftling war, gefüllt werden. Dies ermöglichte der Autorin, das heimische Lagerzeittabu literarisch ‚stellvertretend‘ durch den fiktiven Schreiber Leo Auberg zu kompensieren. BIRGIT WEYHE hingegen füllt in ihrem Comic <em>Im Himmel ist Jahrmarkt </em>die Fehlzeiten ihrer Familiengeschichte vor allem durch verbal-piktorale Erfindungen, welche gleich zu Beginn des Comics expliziert werden. Darin werden dann Zeitlücken ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts derart visualisiert und verbalisiert, dass die Zuverlässigkeit der Narration stets ambivalent bleibt. Der Vergleich beider Werke zeigt Unterschiede wie Ähnlichkeiten im literarischen Umgang mit Fehlzeiten im Familiengedächtnis, aus denen in beiden Fällen ein narratives Substitut hervorgeht.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9216 „Teppiche sind aus Geschichten gewoben“. Problematisierungen generationalen Erzählens in NINO HARATISCHWILIS Das achte Leben (Für Brilka) und JETTE STECKELS Inszenierung am Thalia Theater Hamburg 2021-02-02T10:04:20+01:00 Felix Lempp felix.lempp@uni-hamburg.de <p>In NINO HARATISCHWILIS Roman <em>Das achte Leben (Für Brilka) </em>versucht die Erzählerin Niza vergeblich, die sowjetische Geschichte Georgiens und die individuelle Geschichte ihrer Familie zwischen 1900 und 2006 aufeinander bezogen darzustellen. Der Aufsatz argumentiert, dass in den Defiziten des Erzählprogramms Nizas Widersprüche einer für den Generationenroman typischen Erzählpoetik produktiv gemacht werden, der es nicht gelingt, individuelle, familiäre und politische Geschichte zu einem sinnstiftenden Narrativ zu verbinden. Am Ende des Romans steht deshalb ein Medienwechsel von der literarischen Geschichts<em>darstellung </em>zu ihrer performativen <em>Verkörperung </em>im Tanz, in dem die theatrale Adaption des Romans, wie sie JETTE STECKEL 2017 am Thalia Theater Hamburg inszenierte, bereits angelegt ist.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9217 Familienverflechtungen. Im Gespräch mit NATASCHA WODIN 2021-02-02T10:47:52+01:00 Anna-Katharina Gisbertz akgisbertz@gmail.com <p>NATASCHA WODINS Familiengeschichte beleuchtet das überwältigende Ausmaß der Zwangsarbeit in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus. Dieser Teil der Geschichte wurde im kulturellen Gedächtnis der Deutschen bislang vernachlässigt. Im vorliegenden Interview erörtert die Autorin die Hintergründe über die Recherche und Arbeit an ihren letzten beiden Generationserzählungen <em>Sie kam aus Mariupol </em>(2017) und <em>Irgendwo in diesem Dunkel </em>(2018). WODIN rekapituliert das schwierige Leben mit ihrer Familiengeschichte und gibt Einblick in ihre Schreibstrategien. Eine Einführung in WODINS Werk geht dem Gespräch voran.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9218 Das Massaker im Zuchthaus Stein im April 1945 in der medialen Berichterstattung zum Volksgerichtsprozess und im Roman von Robert Streibel 2021-02-02T11:21:03+01:00 Dagmar Heißler dagmar@heissler.at <p>Am 6. April 1945 wurden im Zuchthaus Stein über 220 vorwiegend politische Gefangene sowie drei antifaschistische Justizwachebeamte und der Anstaltsdirektor von nationalsozialistischen Aufsehern und von Volkssturm-, Waffen-SS- und Wehrmachtsangehörigen erschossen, um die von der Anstaltsleitung angeordnete Entlassung aller Inhaftierten zu verhindern. Am selben Tag wurden dutzende weitere Häftlinge in Krems an der Donau und in der Umgebung, auch unter Mithilfe der lokalen Bevölkerung, ermordet (‚Kremser Hasenjagd‘).</p> <p>2015 erschien mit ROBERT STREIBELs Roman <em>April in Stein </em>die erste literarische Auseinandersetzung mit diesem NS-Endphaseverbrechen. Wie sich der Autor diesem Themenkomplex nähert, soll nach einem Abriss der Geschehnisse in Krems-Stein im April 1945 und ihrer Darstellung in der medialen Berichterstattung über den Volksgerichtsprozess im August 1946 erörtert werden.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9219 Aktuelle Entwicklungen in der Vermittlung von österreichischen Erinnerungskulturen in Schule und Unterricht 2021-02-02T11:51:25+01:00 Heike Krösche heike.kroesche@uibk.ac.at <p>Im Mittelpunkt des Beitrags stehen geschichtsdidaktische Überlegungen zum aktuellen Stellenwert von Erinnerungskulturen als Gegenstand historisch-politischer Lernprozesse in der österreichischen Sekundarstufe. Zu diesem Zweck wird eine erste Analyse auf drei Ebenen durchgeführt. Zunächst wird die Relevanz des Themas Erinnerungskulturen im aktuellen Lehrplan für das Unterrichtsfach „Geschichte und Sozialkunde / Politische Bildung“ betrachtet. Ergänzend dazu wird ein exemplarischer Blick auf die Umsetzung dieser Vorgabe in einem aktuellen Schulbuch geworfen. Abschließend werden dazu erste empirische Ergebnisse zu den Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zum Umgang mit Erinnerungskulturen in Beziehung gesetzt.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9220 Der ‚Anschluss‘ Österreichs 1938 in aktuellen österreichischen Schulgeschichtsbüchern 2021-02-02T12:35:17+01:00 Sandra Müller sandra.mueller@uni-bonn.de <p>Der Aufsatz beschäftigt sich mit der Darstellung des ,Anschlussesʻ Österreich 1938 am Beispiel von Schulbüchern. Dazu werden aktuell in Österreich für den Schulgebrauch zugelassene Schulbücher aspektorientiert mit Blick auf Kapitelstrukturen, Konzeptorientierung, Deutungsmuster und Textquellen- und Bildverwendung analysiert. Die Analyse hat einen ambivalenten Umgang mit dem Anschluss ergeben.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021 https://czasopisma.uni.lodz.pl/conv/article/view/9222 „Vier Steine seien der Heimat Dank“ – Kriegerdenkmäler und Erinnerungskulturen in Oberösterreich vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart 2021-02-02T13:02:10+01:00 Clemens Gruber clemensius.gruber@gmail.com <p>Kriegerdenkmäler spiegeln auf besondere Weise sowohl Brüche als auch Kontinuitäten wider, welche die politischen Umwälzungen des Ersten Weltkrieges, des Dritten Reichs sowie der Nachkriegszeit in der österreichischen Erinnerungskultur hinterlassen haben. Dieser Beitrag widmet sich einer Reihe von Denkmälern einer spezifischen Region in Oberösterreich. Die Analyse der Inschriften führt den ambivalenten und oberflächlich neutralen Charakter von Kriegerdenkmälern vor Augen: Deren sprachliche Botschaften lassen zwischen den Extrempolen ‚Helden‘ und ‚Opfer‘ bis heute kaum Platz für gesellschaftlich schonungslose und gleichzeitig historisch reflektierte Perspektiven auf die Gewaltexzesse des 20. Jahrhunderts.</p> 2020-12-30T00:00:00+01:00 Copyright (c) 2021